Ehemaliges Kloster der Dominikanerinnen

kloster

  • 1874 wurde in St. Marien a. d. Isar von Dominikanerinnen aus Regensburg eine Schule für Mädchen bürgerlichen Standes eingerichtet, gemäß der Auflage Ludwigs II. Damit übergab dieser die seit 1803 säkularisierten Klostergebäude den Schwestern vom Predigerorden.
  • 1913 beschloss die Leitung des Mutterhauses den Bau einer Filiale in Schwandorf/Oberpfalz. Mit größtem Interesse unterstützte der damalige Bürgermeister, Franz Xaver Lampart, das Vorhaben, da in dieser Stadt noch keine höhere Schule existierte.
  • Nach vielen Schwierigkeiten – besonders bedingt durch den Ausbruch und Verlauf des ersten Weltkrieges – wurde 1916 die Mittelschule für Mädchen eröffnet.
  • Im Laufe der Jahre belasteten schwerwiegende Ereignisse Kloster und Schule:

1938 Verbot der Neuaufnahme von Schülerinnen.

1942 Räumungsbefehl an die Schwestern und damit Verwendung des Hauses für andere Zwecke.

1945 wurden im Bombenhagel des 17. April 70 % der Gebäude zerstört. Etwa 100 Menschen fanden in den Trümmern des Hauses den Tod.

Ab 1947 konnte auf beschränktem Raum wieder unterrichtet werden.

  • 1954 erforderte die ständig wachsende Schülerzahl einen Neubau, der sich dem ursprünglichen Trakt harmonisch anschloss.
  • Erweiterungsbauten folgten:

1966 die Turnhalle,

1989 erneuter Schulhausanbau mit großem EDV- Saal und anderen Räumen

  • Maßnahmen zur Modernisierung wurden ergriffen:

1994 Einrichtung einer modernen Schulküche,

1997 Ausstattung eines zweiten Computerraumes

 

  • Der Orden der Dominikanerinnen veröffentlichte den unfassbaren Beschluss die Schule aus personellen und finanziellen Gründen Ende des Schuljahres 2002/2003 zu schließen.
  • 25.11.2002

Es folgte eine beispiellose Aktion zur Rettung der Schule. Nach dem ersten lähmenden Entsetzen engagierten sich Schulleitung, Lehrkräfte, Schülerinnen, Eltern, Elternbeirat und Förderverein gemeinsam für den Erhalt der Realschule in kirchlicher Trägerschaft.

Schweigedemos in Regensburg und Schwandorf, Protestkundgebungen, eine friedliche Schulhausbesetzung, Sammelaktionen sowie zahlreiche Gespräche und Verhandlungen mit den Verantwortlichen in Kirche und Staat führten nach einer äußerst schwierigen Zeit des Hoffens und Bangens schließlich zu einer Lösung. Dabei sicherte das klare „Ja“ des Diözesanbischofs Gerhard Ludwig die Zukunft der Mädchenrealschule als kirchliche Schule.

  • Die Diözese Regensburg gab bekannt, dass sie die Mädchenrealschule zum Schuljahr 2003/2004 als neuer Träger übernehmen werde.
  • Für die Einführung der 6-stufigen Realschule im Jahr 2003 wurden die notwendigen Räume vorbereitet.
  • August 2003 Die Schwestern der Dominikanerinnen verließen Schule und Kloster in Schwandorf und gingen zurück ins Mutterhaus in Niederviehbach.
  • Bischof Gerhard Ludwig Müller unterzeichnete die Gründungsurkunde für die Schulstiftung der Diözese Regensburg, in die auch die Schwandorfer Mädchenrealschule aufgenommen wird.
  • Der neue Schulname lautet: Mädchenrealschule St. Josef Schwandorf