Marchtaler Plan „to go“

Erstellt von Christine Maierhofer / Günter Jehl | |   Schuljahr 2025/2026

Fortbildungstag der Schulstiftung an den St.-Marien-Schulen

Der zum vierten Mal in Folge veranstaltete „Lehrertag“ der Schulstiftung fand in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit dem Katholischen Schulwerk statt und stand ganz im Zeichen des „Marchtaler Plans“. 

Rund 400 Lehrkräfte von 13 Stiftungsschulen waren am unterrichtsfreien Buß- und Bettag nach Regensburg gekommen, um an jeweils zwei der 28 angebotenen Workshops teilzunehmen und mehr über die verschiedenen Elemente der Marchtaler Plan Pädagogik zu erfahren. 

Diese war vor über 40 Jahren als Erziehungs- und Bildungsplan der Katholischen Freien Grund- und Hauptschulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart eingeführt worden und hat sich seitdem auch an anderen Schularten und Diözesen erfolgreich etabliert. An einigen Schulen der Schulstiftung – allen voran die Bischof Manfred Müller Schule in Regensburg – wird das Konzept bereits seit vielen Jahren umgesetzt, andere haben noch keine Erfahrung damit.

Eröffnet wurde der Lehrerfortbildungstag um 9 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Dominikanerkirche St. Blasius. Domkapitular Msgr. Martin Priller, der der Heiligen Messe vorstand, ging in seiner Predigt auf das kürzliche erschienene Apostolische Schreiben Papst Leos XIV. über den Bildungsauftrag der Kirche – Disegnare nuove mappe di speranza – ein und verwies auf die katholischen Schulen als „Landkarten der Hoffnung“ in einer zunehmend säkularen Gesellschaft. Als Vorbild für die Lehrerinnen und Lehrer der Stiftungsschulen stellte Domkapitular Priller den heiligen Albertus Magnus in den Mittelpunkt, den ehemaligen Bischof von Regensburg, an dessen Festtag (15.11.) im Jahr 2002 die Schulstiftung gegründet worden ist.

Stiftungsdirektor Ltd. OStD i.K. Günter Jehl griff in seiner Begrüßung und seinen Dankesworten am Ende des Gottesdienstes das in der Predigt zitierte päpstliche Schreiben noch einmal auf. „In katholischen Schulen“, so heißt es darin, „seien Glaube, Kultur und Leben ineinander verwoben. Für die Lehrenden gelte, dass ihr persönliches Zeugnis ebenso wichtig sei wie ihr Unterricht. Der Papst erinnert an die Qualität der Lehrer, die bereit sein sollten, sich nicht nur fachlich, sondern auch geistlich und religiös permanent fortzubilden“. (vgl. https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2025-10/bildung-landkarten-hoffnung-papst-leo-gravissimum-educationis.html)

Im Anschluss an den Gottesdienst startete der praktische Teil an den nahegelegenen St.-Marien-Schulen mit einem Impulsvortrag von Dr. Peter Nothaft, dem Direktor des Katholischen Schulwerks in München, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Entstehungsgeschichte und Grundsätze der Marchtaler Plan-Pädagogik (Morgenkreis, Freie Stillarbeit, Vernetzter Unterricht, Fachunterricht) informierte. Er ermutigte die Anwesenden, das katholische Profil ihrer Schulen weiter zu stärken und dabei insbesondere die Elemente des Marchtaler Plans in geeigneter und schulartspezifischer Form zu realisieren.

In den darauf aufbauenden Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema dann noch vertiefen. Geleitet wurden die Kurse großenteils von Lehrkräften aus Schulen der Schulstiftung, zusätzlich waren einige externe Referentinnen und Referenten vom Gnadenthal-Gymnasium Ingolstadt, der Maria-Ward-Realschule Eichstätt und der Franz-von-Assisi-Mittelschule Augsburg angereist, die seit langem mit dem Marchtaler Plan arbeiten.

Alle Lehrerinnen und Lehrer hatten in einer bewusst länger gewählten Mittagspause zudem Zeit zu einem kollegialen Austausch.

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