Ehrenamtsempfang in Würzburg

Erstellt von Irmgard Bink | |   Schuljahr 2025/2026

Hohe Auszeichnung für hoch engagierte ehrenamtlich tätige Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Josef

Bei einem feierlichen Empfang für ehrenamtlich tätige Schülerinnen und Schüler in der prachtvollen Residenz zu Würzburg zeichnete Kultusministerin Anna Stolz zusammen mit der Bayerischen Ehrenamtsbeauftragten Gabi Schmidt fünf Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Josef, Schwandorf, für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement aus und überreichte ihnen als Anerkennung eine Urkunde. Im festlichen Ambiente des Fürstensaals wurden am 29. April 2026 insgesamt über 150 Schülerinnen und Schüler aus den Regierungsbezirken Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Oberpfalz für ihren außergewöhnlichen Einsatz in Schule und Gesellschaft geehrt.

 

Das ehrenamtliche Engagement wird an bayerischen Schulen besonders gefördert. Die ausgezeichneten Kinder und Jugendlichen beeindruckten durch ihren tatkräftigen und kreativen Einsatz bei der Ausübung vielfältiger Ehrenämter, die von schulischen, kulturellen, sozialen und karitativen Aktivitäten bis hin zum Einsatz in den Bereichen Gesellschaft, Sport, Natur- und Umweltschutz reichten. 

 

„Das Ehrenamt ist Herz und Motor unserer Gesellschaft.“ Zu Beginn der stilvollen Feierstunde würdigte Kultusministerin Anna Stolz in ihrem Grußwort die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements junger Menschen. „Gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und anpacken – das macht nicht nur Spaß, das verbindet auch. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement zeigen unsere Schülerinnen und Schüler, was es heißt, sich für andere stark zu machen. Sie übernehmen Verantwortung, bringen frische Ideen ein und tun damit jede Menge Gutes für unsere Gesellschaft. Und dabei geben sie etwas ganz Besonderes weiter – positive Energie, die […] die Gemeinschaft wachsen lässt.“ Die Ministerin zollte den ehrenamtlich tätigen Schülerinnen und Schülern höchstes Lob und Anerkennung für „so viel Leidenschaft und Einsatz“ und dankte den verantwortlichen Lehrkräften und Schulleitungen für die Anregung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen bei ihrem ehrenamtlichen Engagement. 

 

Auch die Bayerische Ehrenamtsbeauftragte Gabi Schmidt lobte das einzigartige ehrenamtliche Engagement der jungen Generation: „Die Schülerinnen und Schüler zeigen eindrucksvoll, wie viel Engagement und Verantwortungsbewusstsein bereits in jungen Jahren gelebt wird. Neben ihren schulischen Verpflichtungen setzen sie sich mit Zeit, Energie und Herzblut für andere ein. Dieses freiwillige Engagement ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft. […] Sie sind Vorbilder, die Mut machen und unsere Gemeinschaft nachhaltig stärken.“ Die Ehrenamtsbeauftragte sprach den Schülerinnen und Schülern aufrichtigen Dank und höchste Anerkennung für ihren großartigen ehrenamtlichen Einsatz aus.

 

Mädchen zeigten ein Herz für ältere Menschen

 

Ein Team aus fünf Schülerinnen der jetzigen 9. Jahrgangsstufe der Mädchenrealschule St. Josef (Marah Burandt, Antonia Zitzler, beide 9ac; Antonia Obertshauser, Melanie Reuschke und Luisa Schön, jeweils 9bc), das zusammen mit der verantwortlichen Projektleiterin Irmgard Bink und Schulleiter Jürgen Moritz zu dem Ehrenamtsempfang in Würzburg geladen war, hatte sich bei dem ehrenamtlichen Engagement bereits im vergangenen Schuljahr (in der damaligen 8. Jahrgangsstufe) besondere Verdienste erworben. Beim Sozialpraktikum „Dialog der Generationen“ vom 14.05. – 23.07.2025 unterstützten sie die Fachkräfte bei der Betreuung von älteren Bewohnern im Elisabethenheim Schwandorf. Nach einer mentalen Einstimmung auf das Praktikum durch die Projektlehrkraft Irmgard Bink im Vorfeld und der professionellen Einweisung in ihr Tätigkeitsfeld vor Ort durch den stellvertretenden Leiter der Betreuungskräfte Norbert Wagner übernahmen die Mädchen unter der Leitung der Leitenden Betreuungskraft Susanne Müller Verantwortung für die zu betreuenden Menschen. 

 

Bei der vielfältigen Tätigkeit im Betreuungsbereich, etwa bei Spielen, Vorlese- und Bastelrunden, Gesprächen, Spaziergängen und -fahrten mit dem Rollstuhl, Museumsbesuchen sowie Hilfestellungen bei Tisch zeigten die Praktikantinnen großes Engagement, Hilfsbereitschaft, Empathie, Verständnis, Aufgeschlossenheit und Respekt für die ältere Generation. Dabei schenkten sie den Seniorinnen und Senioren auf freiwilliger Basis und hoch motiviert Zeit, Zugewandtheit sowie Hoffnung und bauten Brücken zwischen Jung und Alt. 

 

Zudem gestalteten die Schülerinnen für die Heimbewohnerinnen und -bewohner besondere Nachmittage mit feierlicher musikalischer und lyrischer Umrahmung, etwa ein Sommerfest. Besonders hervorzuheben ist, dass sich die Neuntklässlerinnen nach dem Kernpraktikum im vergangenen Schuljahr auch im aktuellen Schuljahr weiterhin als „Compassion-Girls“ bei Sonderveranstaltungen im Elisabethenheim engagierten, beispielsweise bei einer adventlichen Feierstunde, sowie als Tutorinnen für die Mitschülerinnen der 8. Klassen, die gegenwärtig das Sozialpraktikum in dem Seniorenheim absolvieren. 

 

Beim kulinarischen Stehempfang im Anschluss an die Festveranstaltung in der Würzburger Residenz spendete Realschuldirektor Jürgen Moritz den Schülerinnen großes Lob für ihr außerordentliches und ausdauerndes soziales Engagement. Studienrätin Irmgard Bink betonte die große Bedeutung gelebter Werte im schulischen Umfeld und bestätigte den Mädchen eine vorbildliche Sozialkompetenz sowie ein bemerkenswertes Einfühlungsvermögen. Zum Dank durften die Neuntklässlerinnen die historische Altstadt von Würzburg mit dem Marktplatz, der Alten Mainbrücke mit Blick auf die Festung Marienberg, den altehrwürdigen romanischen Dom St. Kilian sowie die prachtvolle Würzburger Residenz mit dem anschließenden Hofgarten erkunden.

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